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OFES

Selbstverteidigung; schnell, einfach, effektiv

Nils Thate

Lernen sich zu verteidigen ist heute wichtiger denn je. Die körperlose Verteidigung (Selbstbehauptung) reicht da oft nicht aus, auch wenn wir sie in der OFES befürworten und auch trainieren. Aber gesetz den Fall, es sollte trotz oder eben wegen meiner rethorischen Beschwichtigungsversuche zu einem Übergriff kommen, wäre es dann nicht hilfreich, wenn dabei alle Attacken wie Schläge, Tritte oder der Versuch, zuzupacken wirkungslos an uns abgleiten würden, so dass weitere Angriffe sinnlos werden und der Angreifer sich frustriert aus dem Staube macht?

Mit den beiden Selbstverteidigungs-Systemen WingTsung und Escrima bieten wir die zurzeit effektivsten Möglichkeiten, eine körperliche Auseinandersetzung erfolgreich zu überstehen, wobei das Wort erfolgreich manchmal auch mit "lebend" zu überstehen gleichzusetzen ist. Diese beiden Systeme sind auf jede Konfliktsituation angemessen anwendbar und sorgen darüber hinaus für die nötige Gelassenheit.

Vereinbaren Sie mit uns einen Termin Ihrer Wahl und überzeugen Sie sich selbst in einem persönlichen Gespräch über unser Fachwissen, dass aus über 35 Jahren Erfahrung besteht.

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen!

Mit besten Grüßen

Nils Thate

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Nils Thate
Nils Thate arbeitet seit über 15 Jahren auch mit Menschen mit Behinderung

Bereits mit 14 Jahren erlernte Nils Thate verschiedene Kampfsport- und Kampfkunststile wie Hungar Kung Fu, Karate, Boxen und Kickboxen. Seit 1988 widmete er sich dann dem Wing-Tsung-Stil und Escrima, denen der heutige Sifu (Meister) auch treu geblieben ist. 1991 eröffnete er sein erstes Schul- und Ausbildungszentrum für Selbstverteidigung.

Selbstverteidigung in einem seriösen Umfeld erlernen zu können, ist dem ehemaligen Ausbilder (bis 2014) der Bremer Justizwachtmeisterei am MES (Mehrzweckeinsatzstock) ein wichtiges Anliegen. Neben wirkungsvollen Techniken zur Selbstverteidigung lehrt der erfahrene Sifu seine Schüler, die eigenen körperlichen und geistigen Anlagen kennenzulernen. Zur Steigerung einer verlässlichen Intuition und schnellem Reaktionsvermögen, ist eine gesunde Geisteshaltung zur charakterlichen Weiterentwicklung und Selbstfindung unabdingbar.

Die erfolgreichen asiatischen Kampfkünste sind immer eng verknüpft mit ethischen Grundsätzen wie Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Geduld und Selbstdisziplin. Die Grundlagenvermittlung dieser ethischen Parameter, die meditative Übungen einschließen, ist Bestandteil eines seriösen Trainings.

Neben seinen Schuleigenen Angeboten, war der Familienvater als Gastlehrer für die Bereitschaftspolizei (Schutzpolizei, SEK, MEK) tätig, trainiert die Sicherheitsfachkräfte und Personenschützer des Bremer Sicherheitsunternehmens F.B.I.S., gibt Seminare in Italien und Work-Shops und Unterricht für körperlich und geistig behinderte Mitmenschen.

Die OFES ist der Dachverband für alle unsere Mitglieder. Nils Thate gründete die OFES 2002 als zentralen Punkt für all diejenigen, die selbst den Wunsch nach einer eigenen Gruppe (OFES-Schule) hegen, aber nicht auf die beraterische Unterstützung und Betreuung verzichten möchten. Schüler der OFES absolvieren die Lernprogramme vom ersten bis zwölften Schülergrad, die je nach intensität des Unterrichts, zwischen 2 und vier Jahre dauert. Darauf folgen die Techniker- und Meistergrade, die in etwa gleichzusetzen sind mit den Dan-Graden z. B. im Karate.

Die Vorteile für Mitglieder der OFES sind u.a.:

- zu reduzierten Gebühren an Seminaren teilnehmen
- Konzept für eine Berufsausbildung
- Qualifikation und Weiterbildung von Ausbildern
- regelmäßige Aktualisierung der Unterrichtsprogramme
- Seminar- und Weiterbildungsmöglichkeiten
- kompetente Beratung in sämtlichen Fragen der Sicherheit
- Personenschutzausbildung

Doch auch Institutionen, wie Vereine, Schulen, Sicherheitsdienste oder wie das Amtsgericht in Bremen, suchen Nils Thate als Berater und Ausbilder auf, um von seinem großen Erfahrungsschatz zu profitieren.

Unsere Ausbildung umfasst die Vermittlung von Vermögen, Kenntnissen und Wissen rund um das Thema Selbstverteidigung an Menschen beliebigen Alters. Nach jedem absolvierten Programm steht eine Prüfung.

Prüfungen – wie sinnvoll sind sie?
Prüfungen in der OFES sind arrangierte Situationen, in denen bestimmte Leistungsvollzüge provoziert werden, um diese zugrundelegenden Fähigkeiten, Wissen, Können und die geistige Haltung des Schülers zu messen. Vom Ergebnis dieser Leistungsmessung hängt das Erlernen von Folgetechniken ab. Prüfungen sollen daneben aber auch informierend und aufklärend auf den Schüler zurückwirken. Die Problematik einer Prüfung liegt in ihrem punktuellen Charakter (Augenblicks-Leistung), in der grundsätzlichen Fragwürdigkeit ihres Vorhersagewertes und in den mit Prüfungen häufig verbundenen psychischen Stresssituationen.

Ist der Schüler gewillt sich dieser Leistungsüberprüfung zu unterziehen, erkennt der Lehrer den Willen und die Ernsthaftigkeit, sich das von ihm angebotene Wissen anzueignen und somit die Voraussetzungen zu schaffen, den Lernprozess fortzusetzen.

Graduierung WingTsung Escrima
Schülergrade Aneignen diverser Präventionsmaßnahmen - Vorgehen gegen waffenlose körperliche Übergriffe - Reflex- und Konzentrationsübungen - Steigerung der vorhandenen Reflexe durch spezielles Training - Verteidigung gegen mehrere Angreifer - Wecken von Kampfgeist und Durchhalte-
vermögen.
Einführung in den Waffenkampf - Schlagübungen mit dem Stock - Verteidigung gegen einfache Angriffe; mit und gegen stumpfe Waffen - Waffenkunde- Entwaffnung eines Angreifers - Nutzen von Alltagsgegenständen als Waffe - Übungen mit zwei unterschiedlichen Waffen - Verteidigung mit zwei Waffen.
Technikergrade Das Wort sagt es bereits. Techniken sollen verfeinert, Arme mehr sensibilisiert werden. Körper und Geist sollen mehr miteinander harmonieren. Durch das intensive Aneignen von weiteren und gefährlicheren Techniken, soll eine eventuelle körperliche Auseinandersetzung noch schneller und sicherer erfolgreich abgeschlossen werden. Neben dem Langstock, wird sich der Schüler auch in der Anwendung von Alltagsgegenständen als Waffe weiterbilden. Der Umgang mit scharfen Waffen, komplettiert das Waffenstudium. Der Escrimador lernt, sich ohne Zeitverzögerung, auf die Handhabung und das Vorgehen der verschiedenen Waffengattungen einzustellen.
Meistergrade Der Meister ist, neben dem Großmeister, die höchste Qualifikationsstufe. Sie bescheinigt dem Anwender des OFES-Konzepts umfassendes theoretisches Wissen und praktisches Können in seinem Kampfsystem und der Ausbildung - und zwar mit und ohne Waffen. Der Meister ist ein Spezialist in seinem Fachgebiet und in der Lage, Vor- und Nachteile anderer Kampfkunststile zu erkennen und zu analysieren. Um den Grad des Meisters zu erhalten, muss eine außerordentliche theoretische und praktische Prüfung abgelegt werden. Der Titel des Großmeisters wird verliehen, wenn sich der Meister um das Kampfsystem verdient gemacht und selbst bereits mind. einen Meister hervorgebracht hat.

ZUSATZQUALIFIKATION

Neben den Graduierungen der Schüler-, Techniker- und Meistergrade, hat der Schüler die Möglichkeit, weitere Qualifikationen zu erreichen:

Übungsleiter Berechtigt zum Unterrichten der einzelnen Schülerprogramme und zur Gründung einer eigenen Schule.
Trainer 1-4 Voraussetzung für angehende Technikergrade, die eine OFES-Schule leiten. Der Inhaber verfügt darüber hinaus über Grundlagen der Anatomie, Rückenschule, Funktion und Aufbau von Gelenken, Muskeln und Sehnen, Druckpunktmassage und Geschichte der Kampfkünste.
Beruf/Nebenberuf Ausbildung zum Lehrer für Selbstverteidigung / Kampfkunstlehrer.

Das in der OFES unterrichtete Selbstverteidigungs-System setzt sich aus den beiden Kampferprobten Stilen WingTsung und Escrima zusammen. Beiden Kampfkünsten liegt dabei ein und dasselbe Konzept zugrunde, welches sich aus 7 Elemten zusammensetzt:

BALANCE
Unter Balance versteht man zum einen das äußere und zum anderen das innere Gleichgewicht. Die äußere körperliche Balance steht für einen sicheren und stabilen Stand, der aber dennoch flexibel genug ist, um effektive Schrittarbeit zu gewährleisten. neben der körperlichen Balance existiert aber auch noch die geistige. Das bedeutet unter anderem, dass alle Aktionen mit links, wie mit rechts ausführbar sein müssen. Dadurch entwickelt man die Fähigkeit, in mehrere Richtungen zu denken und zu handeln, was letztendlich zu mehr Sicherheit führt. Alle anderen Basisgrundlagen funktionieren ausschließlich unter Einhaltung der Balance, wodurch man erst in der Lage ist, die Balance des Angreifers zu brechen und so den Sieg davon zu tragen.

GESCHWINDIGKEIT
Unter Geschwindigkeit ist in der Kampfkunst nicht nur die Bewegung des Körpers (Oberkörper, Schrittarbeit, Tritte, Fauststöße) gemeint, sondern auch die (unbewusste) Erfassung einer Situation (Reflexe). Viele verwechseln Geschwindigkeit mit Timing. Doch besteht zwischen beiden ein erheblicher Unterschied, selbst wenn beide nicht ohne einander auskommen. Den richtigen Zeitpunkt für eine Aktion zu wählen ist nichts wert, wenn die Aktion selbst zu langsam ausgeführt wird. Aber ein Hieb, mag er noch so schnell ausgeführt werden, ist ebenso sinnlos, wenn die Aktion zu spät kommt. Doch letztendlich kann nur ein Schlag, der mit hoher Geschwindigkeit ausgeführt wird, auch die richtige Kraft beim Aufprall entwickeln, unabhängig vom Timing.

FOKUS
Der Fokus ist in unserem Falle die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf den Gegner - nicht auf die Waffen des Gegners. Damit ist aber auch das Umfeld des Aggressors gemeint, dass ebenfalls Bestandteil des Fokus sein sollte (Tunnelblick vermeiden). Nur so ist man vor eventuellen Überraschungen, wie weiteren Angreifern oder Hindernissen, sicher und in der Lage, die Strategie des Gegners zu durchschauen und die eigene entsprechend zum Einsatz zu bringen.

TIMING
Unter Timing versteht man, zu einem bestimmten Zeitpunkt richtig zu handeln. Alle Aktionen würden ohne das richtige Timing zum Scheitern verurteilt sein. Startet man eine Aktion zu früh, verfehlt man vielleicht den Gegner; zögert man, wird man eventuell selbst getroffen. Schnelligkeit ist, wie Distanz oder Fokus ohne das richtige Timing bedeutungslos.

DISTANZ
Die Distanz spielt bei der Verteidigung eine wesentliche Rolle. Um Beine und Arme oder verschiedene Waffen ihrer Gattung nach optimal einsetzen zu können, muss im Kampf die Entfernung zum Gegner stimmen. Dabei unterscheidet man zwischen kurzen (Knie und Ellenbogen) und langen (Fuß und Faust) Waffen, wie zwischen stumpfen und scharfen. Während man bei stumpfen Waffen meistens versucht in den Nahkampf zu wechseln, ist bei scharfen Waffen eher eine größere Distanz gefragt. Aus einer sicheren Entfernung heraus, kann aber auch hier, je nach Situation, in den Nahkampf gewechselt werden.

EINSTELLUNG / GEISTIGE HALTUNG
Die geistige Haltung ist im Training von entscheidender Bedeutung. Nur wer im Training aufmerksam, konzentriert und gewillt ist bringt später auch die notwendige Entschlossenheit in einen Kampf ein. Im Training so üben, als wäre es der Ernstfall, dabei seinen Geist offen und entspannt halten, bei einer entsprechenden Körperspannung. Erfülle diese Voraussetzungen und du wirst im richtigen Moment, die richtige Entscheidung treffen.

ÜBERTRAGBARKEIT
Die Kunst, die angeeigneten Fähigkeiten auf verschiedene Art und Weise zu nutzen. Beim Escrima ist der Einsatz von unterschiedlichen Waffengattungen gemeint, unter Verwendung desselben Konzepts. Man muss sich vorstellen, man besitze einen Schlüssel, der für jedes Schloss passt.

DIE KRAFT- UND KAMPFPRINZIPIEN

Die Kampfsysteme WingTsung und Escrima bedienen sich wichtiger Verhaltensweisen in einer Kampfsituation. Zum einen, wie mit der Komponente "Kraft" umzugehen ist, zum anderen, wie man sich allgemein in einer Kampfsituation verhalten sollte, um diese schadlos zu überstehen. Wir sprechen hier von sogenannten Kraft- und Kampfprinzipien.

KRAFTPRINZPIPIEN

Das erste Prinzip: Befreie Dich von Deiner eigenen Kraft!
Der WingTsung Schüler lernt schon in der ersten Form (Siu Nim Tao), seine gesamte Muskulatur zu entspannen und locker zu bleiben. Dabei ist mit „locker“ oder „weich“ nicht gemeint, dass der Schüler bei der kleinsten Berührung aus dem Stand gestoßen werden kann, sondern er lernt, seine Muskeln bewusst und gezielt einzusetzen. Nur der Teil der Muskulatur, der gerade benötigt wird, ist aktiv und angespannt. So sollte z.B. beim Fauststoß nur der Trizeps arbeiten. Der Gegenspielermuskel, also der Bizeps, muss entspannt und locker sein.

Das zweite Prinzip: Befreie Dich von der Kraft des Gegners!
Im WingTsung bietet man dem Gegner keinen Ansatzpunkt, seine Kraft gegen einen anzuwenden. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, einen WingTsung-Kämpfer zu hebeln. Man begegnet der Kraft des Gegners nie mit der eigenen Kraft, sondern weicht aus und gibt nach. Im WingTsung gibt es daher auch keine Blocktechniken, mit denen man versucht, den Angriff des Gegners mit einer Gegenkraft abzustoppen.

Das dritte Prinzip: Nutze die Kraft des Gegners und richte sie gegen ihn!
Der WingTsung-Kämpfer macht sich die Kraft des Gegners zu nutze, borgt sie, lenkt sie um und richtet sie gegen den Angreifer selbst. Dadurch wird die Kraft des eigenen Angriffs verstärkt. Durch geschicktes Wenden, Zurückweichen und Vorgehen wird die Kraft des Gegners genutzt und kontrolliert.

Das vierte Prinzip: Füge zur gegnerischen Kraft Deine eigene Kraft hinzu!
Erst durch die Beachtung des vierten Kraftprinzips lernt der WingTsung-Schüler, die eigene Kraft gezielt gegen den Gegner einzusetzen. Dies geschieht z.B. durch reflexartiges Vorschnellen des eigenen, durch die Kraft des Gegners gespannten Armes (Bong Sao), das durch eine Wendung oder einen Vorwärtsschritt verstärkt werden kann.


KAMPFPRINZIPIEN

Das erste Prinzip: Ist der Weg frei, stoße vor!
Das Prinzip des Vorgehens soll mehrere Zwecke erfüllen: Entschärfung und Kontrolle von Kampfsituationen im Ansatz, Kontaktaufnahme mit den Händen und Beinen des Gegners, um den taktilen Eigenreflex ausnutzen zu können und Verkürzung der Distanz zum Gegner, um ihm dadurch die Kraft für den eigenen Angriff zu nehmen.
Das Vorgehen kann, je nach Kampfsituation, auf verschiedenste Art und Weise erfolgen:

- geradlinig auf der Zentrallinie, d.h. direkt und ohne auszuholen, auf dem kürzesten Weg nach vorne gerichtet. Dabei greifen wir die vertikale Achse (Mittellinie) des Gegners an. Diese Vorgehensweise ist besonders günstig bei sehr kurzer Distanz.

- keilförmig nach vorne, d.h. mit leicht ausgestellten Ellbogen, um optimal vor Angriffen von außen (Schwinger, Haken) geschützt zu sein. Diese Variante ist bei mittlerer Distanz anzuwenden.

- seitlich oder aus einem Winkel heraus, d.h. falls ein Vorgehen auf der Zentrallinie nicht möglich ist, weil der Gegner zu stark oder zu gut geschützt ist – oder aus taktischen Gründen, um den Gegner zu überraschen bzw. seine besonders verwundbaren Stellen wie Leber, Nieren oder kurze Rippen anzugreifen. Diese Strategie wird vor allem in der höchsten waffenlosen Form im WingTsung, der Holzpuppe, angewendet. Bei längerer Distanz ist diese Vorgehensweise nur in Verbindung mit Fußtechniken empfehlenswert.

- mit der Pauschallösung, d.h. durch gleichzeitiges Vorgehen mit Hand und Fuß. Dabei wird der Gegner auf zwei Ebenen gleichzeitig attackiert

Das zweite Prinzip: Hast du Kontakt, bleib kleben!
Im WingTsung gibt man den Kontakt mit den Armen und Beinen des Gegners – einmal hergestellt – nicht mehr auf. Der WingTsung-Kämpfer klebt förmlich am Gegner, kontrolliert ihn und lässt ihm dadurch keine Chance für weitere Angriffe. Durch das Chi-Sao-Training (Gefühlstraining) lernt der Kämpfer, permanenten Druck auf den Gegner auszuüben, die kleinste Lücke zu fühlen und in diese vorzustoßen.

Das dritte Prinzip: Ist der Gegner zu stark, gib nach!
Im WingTsung arbeitet man nicht gegen die Kraft des Gegners, sondern nutzt diese Kraft und wendet sie gegen ihn. Dies geschieht nicht wie in anderen Kampfsportarten durch weiche, runde oder kreisförmige Bewegungen, sondern durch ruckartige (Jat-Sao), schneidende (Huen-Got-Sao), ziehende (Lap-Sao) oder elastische und federnde Bewegungen (Bong-Sao), die dem Gegner die Kraft aus dem Angriff nehmen und ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Der Gegner gerät aus der Balance, verliert die Zentrallinie und hat keine Chance mehr, zurück in den Kampf zu finden. Bei starken Angriffen wendet der WingTsung-Kämpfer, und zwar mit dem ganzen Körper. Die Wendung erfolgt dabei maximal bis zu einem Winkel von 60 Grad.

Das vierte Prinzip: Zieht der Gegner zurück, folge!
Im WingTsung folgen wir dem Gegner, halten dabei aber immer den Vorwärtsdruck und Kontakt mit dessen Händen und Füßen aufrecht. Dadurch geben wir dem Gegner keine Chance, Kraft zu sammeln und einen zweiten Angriff zu starten.

STATEGIE UND TAKTIK

Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes Anstreben eines Ziels unter Berücksichtigung der verfügbaren Mittel und Ressourcen.
Taktik im Sinn der Selbstverteidigung, ist die koordinierte Anwendung von allen verfügbaren Mitteln nach Kraft, Raum und Zeit zum Zweck, in einer körperlichen Auseinandersetzung nicht zu unterliegen.
IM DETAIL

Strategie:
Unter Strategie verstehen wir, uns effektiv und erfolgreich gegen einen rechtswidrigen Angriff verteidigen zu wollen.
Sprich: WAS SOLL ERREICHT WERDEN?

Taktik:
Um uns gegen einen rechtswidrigen Angriff verteidigen zu können, lernen wir Selbstverteidigung.
Sprich: WIE SOLL ES ERREICHT WERDEN?