SEMINARE AN SCHULEN
Mobbing gibt es nicht nur im Berufsleben. Schon in der Schule haben viele Kinder unter Mobbing, in Form von Tratschen, Schubsen oder Hauen, zu leiden. Dabei ist der Gang zur Schule für viele Kinder schwer erträglich. Jeden Tag haben sie Angst vor Prügel und Spott. Mobbing in der Schulzeit kann die Außenseiter einer Klasse lebenslang verfolgen. Wer die Mechanismen des Schulmobbings kennt, weiß wie wichtig es ist, dass die Opfer einen Ausweg finden.Doch auch andere Faktoren wie der gewalttätige Vater, sexuelle Übergriffe in der Kindheit, Überfälle und Schlägereien auf der Straße dürfen hierbei nicht außer acht gelassen werden. Hilflosigkeit und Angst bestimmen die erste Zeit der Opfer von Gewaltübergriffen. Manche ziehen sich zurück, werden teilnahmslos, gehen Konflikten aus dem Weg, schaffen es nicht mehr, aus dem Haus zu gehen.
Die OFES hat sich dieser Thematik angenommen und versucht durch Seminare an Schulen, die Kinder auf solche oder ähnliche Verhaltensweisen aufmerksam zu machen. Hier wurden Konzepte erstellt, auf welche Weise sich die Sicherheit von Kindern verbessern lässt. Hierbei geht es nicht allein darum, die körperliche Funktionsfähigkeit in einer Notsituation herzustellen. Sicherheit bedeutet nach unserer Auffassung nämlich weit mehr als nur dieses. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Sicherheitspersonal, Polizisten und Pädagogen führte dazu, ganzheitliche Trainingsprogramme zu entwickeln, um der schwierigen Situation von Kindern heute gerecht zu werden. Auf diese Weise versuchen wir, die psychische und physische Gesundheit zu gewährleisten.
Die Erfahrungen mit Gewalt haben uns gezeigt, dass der Moment der körperlichen Gewalt nur ein Aspekt unter vielen ist. Die Phasen einer Gewaltsituation beginnen oft schon weit vor den tatsächlich ausgeführten körperlichen Übergriffen. Folge für den Unterricht sind so unter anderem: Wie erkenne ich eine potentielle Gewaltsituation im Vorfeld? Wie verhindere ich, dass die Situation nicht eskaliert? Wie trete ich selbstbewusst auf, um nicht Opfer einer Gewalttätigkeit zu werden?
Es soll schon im Vorfeld verhindert werden, dass ein Kind überhaupt in eine gewalttätige Auseinandersetzung einbezogen wird. Praktische Umsetzungen finden diese Themen unter anderem durch Rollenspiele, in denen die Kinder auch ihre verbalen Fähigkeiten schulen. Es erfordert oftmals mehrere Übungseinheiten, dass ein schüchternes Kind laut und deutlich „Stop, lass mich in Ruhe!“ rufen kann, um Grenzen zu setzen. Darüber hinaus umfasst das Training selbstverständlich auch die Sensibilisierung für die Gefühle anderer Menschen (Empathie).
Dies soll, ebenso wie das Erlernen von geeigneten Kommunikationsmethoden und das Trainieren von Respekt und Achtung voreinander verhindern, dass Kinder zu Tätern werden. Systematische gemeinsame Reflexion über Erfahrungen mit Gewalt sollen Kinder mit ihren Erfahrungen nicht alleine lassen. So ist es z. B. üblich, dass diese einschneidenden Erlebnisse mit dem Lehrer/Ausbilder oder der gesamten Gruppe diskutiert werden, um die Kinder in ihrem Leben zu begleiten. Je nach Anforderungen des zuständigen Lehrers (Schulleiters) kann auch das Erlernen von speziellen Selbstverteidigungs-Techniken in das Programm aufgenommen werden. Die hier unterrichteten Bewegungen basieren nicht alleine auf Kraft und bieten den Kindern (aufgrund des Überraschungsaspektes) auf diese Weise eine Möglichkeit, zu fliehen. Dies könnte bei körperlichen Übergriffen durch Erwachsene oder körperlich überlegene Gegner unter Umständen lebensrettend sein.
Ein Beherrschen solcher Techniken kann darüber hinaus den Aufbau von Selbstbewusstsein erleichtern. Die leichten „Blessuren“ während der Übungseinheiten sensibilisieren für die Schmerzen der anderen und der inneren Notwendigkeit respektvoll miteinander umzugehen, da undiszipliniertes Agieren zu Verletzungen der eigenen oder anderen Person führen könnte.
Diese kurzen Einblicke in die Trainingskonzepte für Kinder in der OFES machen deutlich, dass hier alle Möglichkeiten genutzt werden, die Kinder systematisch gegen Gefahren in der Gesellschaft zu wappnen. Dies erfordert ein umfassendes Anpassen an die sich ständig veränderten Situationen, vor allem die Fähigkeit des Zuhörens, um Kinder zu Wort kommen zu lassen.
Für weitere Inforamtionen sowie Terminabsprachen benutzen Sie bitte das Kontaktformular oder rufen uns unter Tel.: 0421 / 22 37 570 an.


